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Der Pokaltag der Herren – auch bei Regen ein Höhepunkt

Da hatte der Captain wohl seinen legendären guten Draht nach Oben verlegt. Am Mittwoch des Pokaltag jedenfalls regnete es. Da der Captain ja ein positiv denkender Mensch ist, war er guter Dinge: Das wird schon. Dass es schon am Tag zuvor schon heftig geregnet hatte, verdrängte er. Und auch die Frage, ob man denn nicht besser verlegen sollte, konnte er gar nicht recht einordnen. Lediglich Besserlegen war beantragt und genehmigt worden. Und so stellten sich dann immerhin 32 Spieler ein, ein Hinweis auf den Stellenwert des Pokaltages, aber auch des Zusammengehörigkeitsgefühls der Spieler, die ihren Captain nicht allein lassen wollten. Hut ab kann man da nur sagen. Ganz nebenbei: Der Captain hatte recht, es wurde noch, allerdings schlimmer, aber als die Runde dann endlich vorbei war, hörte es auch zu regnen auf und die Sonderwertungen konnten trocken angegangen werden. Wie immer, war eine leckere Halfwayverpflegung angerichtet, auch Volker Becker’s Frikadellen fehlten nicht.
Eine Sonderwertung war für alle zu absolvieren: Es sollte ein Extraball vom Herrenabschlag der Vier auf den Damenabschlag der Vier geschlagen werden. Ganz einfach, sagten die Meisten, das machen wir oft. Aber wie es der Teufel will: Wenn man es soll, klappt es nicht. Lediglich drei Spieler trafen den Damenabschlag. Nearest to the Lady war Roman Czornik vor Rolf Heine und Harald Butchereit.
Wie gewohnt war an allen vier Par 3 Nearest to the Pin: An der 3 siegte Rolf Heine mit 6,34 Metern, an der 10 Andreas Graf mit 6,50 Metern, an der 12 John Hix mit 3,40 Metern und an der 17 Volker Becker mit 2,93 Metern. Den Longest Drive der Gruppe B schlug Klaus-Peter Wennemann, den der Gruppe A mit stolzen 82 Jahren Wilhelm Heider.
Sich immer wieder neue Sonderwertungen auszudenken, ist für das Team keine leichte Aufgabe, aber auch in diesem Jahr wurden die Erwartungen erfüllt. Für die Teilnehmer, die besonders häufig am Mittwoch teilgenommen haben, gibt es drei Sonderwertungen, jeweils abgestuft nach Häufigkeit, so dass die fünf Teilnehmer, mit den meisten Teilnahmen drei Sonderwertungen spielen. So gab es für 15 Spieler die Aufgabe vom Championshipabschlag der Eins auf das Grün der Drei Nearest to the Pin zu schlagen. Hier lag Dieter Daniels lange vorn, bis dann als Letzter Jas Allan die Marke von 2,43 um 23 cm unterbot. Dritter wurde George Stubbington. Zehn Spieler machten sich dann daran, die Torwand, die Erwin Hoffmann gebaut hatte, in Angriff zu nehmen. Jeweils zwei Versuche oben und zwei Versuche unten hatte jeder, von also vierzig Bällen ging nur ein einziger ins Ziel: Dieter Daniels gewann damit haushoch. Und wer beim Putten auch Dieter auf der Rechnung hatte, hatte sich getäuscht: es siegte Volker Becker vor Marcus Meier und Sat Siri Komorowski.

Pokaltag1
Nach dem Essen ging es dann darum, den reich gedeckten Preis-Tisch abzuräumen, über dreißig Preise suchten ihre Besitzer. Am Schönsten ist es immer, Preise an Spieler zu vergeben, die überhaupt nicht damit rechnen. Das ist wieder bei der Captain’s Challenge und der Eclectic bestens gelungen. Die Captain’s Challenge wird jeweils bei den Monatspreisen ausgespielt und zwar an einem geheim gehaltenen Loch. Wer mehr als die Hälfte der Monatspreisturniere spielt, kommt in die Wertung. Errechnet wird nach Stablefordpunkten, die dann durch die Turnieranzahl geteilt werden. Leider war der Sieger des Jahres, dem das Loch 12 besonders lag, nicht anwesend: Dieter Müller wird sein Preis nachgereicht, er erreichte 3,33 Punkte vor Uwe Multhoff, dem Vorjahressieger, mit 2,8 Punkten. Die Eclectic wird unterteilt in Klasse A und B und hier müssen mindestens die Hälfte plus ein Turnier der in die Wertung genommenen Turniere (alle vorgabewirksamen Turniere) gespielt werden. In der Klasse B siegte Helmut Affelt mit 66 Punkten vor Bernd Henßen mit 65 Punkten, die Klasse A sah Rolf Heine mit 57 Punkten vor Ralf Birch mit 56 Punkten vorn.
Natürlich wurden auch die Matchplaysieger besonders geehrt, auch wenn ihr Endspiel und auch die Teilnahme am Regionalfinale schon einige Wochen zurücklag. Andreas Graf nahm schon zum wiederholten Mal die Trophäe in Empfang, er schlug Erwin Hoffmann im Finale.
Dann konnte es endlich zur Ehrung der Sieger des Turnieres kommen. Traditionsgemäß gewinnt ja der Nettosieger den Wanderpreis, so dass zuerst die Bruttosieger geehrt wurden:
1. Brutto: Andreas Graf, 27 Punkte
2. Brutto: Carsten Langohr, 24 Punkte
Wenn alle vermutet hatten, dass es mindestens einen Korrekturwert von – 3 geben würde, dem war nicht so, lediglich -1 gab es, da kann man mal sehen, dass schlechtes Wetter nicht gleich schlechtes Spiel bedeutet, nein, auch Unterspielungen gab es:
5. Netto: Sat Siri Komorowski, 34 Punkte
4. Netto: Herbert Löffler, 34 Punkte
3. Netto: Rolf Heine, 35 Punkte
2. Netto: Wolfgang Schnitger, 37 Punkte
Den Vogel schoss aber Volker Becker mit 39 Punkten ab. Allen Siegern und Platzierten herzlichen Glückwunsch.
Mit etwas Wehmut beendete George Stubbington die Siegerehrung, denn es ist sein letzter Pokaltag als Men’s Captain. Er betonte, dass ihm die Aufgabe großen Spaß gemacht habe, dass er aber der Meinung sei, dass frischer Wind und neue Ideen die Herrenrunde nur beleben könne. Er lud schon einmal zum Schlachtefest am 11. November ein, in diesem Jahr nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, da die Feiertage dies nicht zulassen. Dann wird der neue Captain gewählt und die Saison abgeschlossen.

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