GOLF ART LAND

 

Zur Begegnung von Golf und zeitgenössischer  Kunst

 

liegende Steinabjekte Kreisförmiges Metallgerippe mit Glaskloben im Inneren kleine Bronzefigur Eine rotes Stahlgebilde auf einem Sockel
Eine Bronzeabbildung einer Pappel auf einem Bundsandsteinblock Vergrösserte Pfeilspitze, der untere Teil ist aus Stahl welcher rostet. Die Spitze ist aus Edelstahl. Eine Figur aus einer Stahlplatte aus geschnitten der wie eine kleiner Bär aus sieht. Die Firgur ist schwarz gestrichen. Eine Skulptur aus Edelstahl und Marmor
Bunte Skulptur Eine Skulptur aus Holz mit blauer Farbe gestrichen und die Silhouette einer Pappel Gelbe Kunststoff Dreiecke mit dunklen Aufsätzen Grantstein nach oben spitz zusammen laufend
Granitquader mit Einschnitten Zwei Stelen aus Bundsandsteim mit eingearbeiteten Kreissegmenten die vergoldet sind    

 

Übersichtsolan des Golfclubgeländes mit den Positionen der Kunstwerke

Von seltenen Fällen und Bällen

 

Solche Glücksfälle sind Raritäten: „Hole in one“ — mit einem Schlag einzulochen —

bleibt meistens nur der Traum aller Golfspieler, um so größer dann die Freude,

gegen alle Wahrscheinlichkeit gespielt zu haben.

Ähnliches trifft auch für das Projekt GOLF ART LAND zu:

Bundesweit ist der Golfclub Weserbergland der einzige Club, der kontinuierlich

seit 1993 eine Skulpturensammlung auf seinem Gelände aufbaut. Die besondere

Leistung, die mit diesem Projekt verbunden ist, wird durch einen kurzen Rückblick

auf die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum deutlich.

 

Nicht weit entfernt vom Weserbergland begann 1974 in Hannover

das Straßenkunstprojekt, in dem zum ersten Mal in der Bundesrepublik die

Kunst den Schonraum des Museums verließ. Mitten auf den Plätzen und

Straßen der Stadt gab es für die Passanten Ungewohntes zu sehen und manche

zeitgenössische Skulptur, wie die berühmt gewordenen Nanas, brauchte

lange Jahre, um angenommen zu werden. 30 Jahre nach diesem Aufbruch

der Kunst in den öffentlichen Raum ist die damalige Euphorie, die Kunst in

direkten Kontakt mit den Bürgern zu bringen, einer gewissen Ernüchterung

gewichen; die raue Wirklichkeit der gekürzten Kulturetats, des Vandalismus

und des immer noch weitverbreiteten Unverständnisses gegenüber zeitgenössischen

Kunstwerken zeugen da­von, dass sich die Kluft zwischen dem Publikum und

den Formen und Intentionen der Künstler im öffentlichen Raum nur geringfügig

verkleinert hat.

Heute wird stattdessen deutlich, dass die bildende Kunst und der künstlerische

Individualismus im Medienzeitalter nur noch als Randphänomen wahr­

genommen wird, dessen chiffrierte Sprache von vielen als zu anstrengend

empfunden wird. Der Wert einer möglichen Entdeckung des Kunstwerks kann

aber erst dann wahrgenommen werden, wenn eine geistige Bereitschaft dazu

vorhanden ist.



 
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